Jahresrundbrief 2004/2005
Liebe Mitglieder und Freunde von AYUDAME !
Zum sich nähernden Ende des laufenden Jahres möchten wir Sie wie gewohnt über die aktuellen Entwicklungen informieren. Im Mittelpunkt steht diesmal der zweiwöchige Besuch unserer peruanischen Direktorin Maria Elena Abella. Während ihrer Arbeitsreise durch Deutschland besuchte sie unterschiedliche soziale Einrichtungen (u.a. Kindertagesstätten, Schulen), die ihr einen Vergleich einer deutschen Pädagogik mit den peruanischen Vorstellungen ermöglichen sollten. Zudem nahm sie an mehreren Sitzungen mit dem deutschen Vorstand von Ayudame sowie der gut besuchten Mitgliederversammlung am 2.Oktober in Stuttgart teil. Die zahlreichen Gespräche und Diskussionen mit Maria Elena halfen uns sehr, den direkten Austausch zu intensivieren und gemeinsam in die Zukunft zu schauen, um die Arbeit unseres Projektes in Peru weiter zu verbessern.
Bei den Gesprächen wurden sowohl konkrete Weiterentwicklungen angesprochen, wie z.B. der Umbau der vorhandenen Gebäude, um einen neuen Raum für eine weitere Kindergruppe zu erhalten, als auch zukünftige konzeptionelle Weiterentwicklungen diskutiert, so z.B. die Einführung von Fortbildungsmaßnahmen für das pädagogische Personal. Einen zentralen Inhalt der Mitgliederversammlung bildeten selbstverständlich ausführliche Berichte über die aktuelle Situation im Projekt, über die Maria Elena auch regelmäßig in ihren Vierteljahresberichten informiert.
Nun möchten wir gerne noch drei Projektpaten, die erstmals in Stuttgart an einer Mitgliederversammlung von Ayudame teilgenommen haben, mit ihren Eindrücken und Erfahrungen zu Worte kommen lassen:
Warum ich Projektpatin bin (von Frau Christa Wössner)
„Meine Projektpatenschaft verbindet mich seit vielen Jahren mit einem Land, in dem ich noch nie war und dessen Sprache ich nicht spreche. Umso interessanter sind für mich die regelmäßigen Berichte über Jungen und Mädchen einer Gruppe von Schulkindern, die in dem Projekt "Nuestro Hogar" in Arequipa, Peru täglich nach der Schule betreut werden. Ich erfahre etwas über ihr häusliches Umfeld, Ihre Stärken und Schwächen und über ihre Fortschritte, die sie machen.
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung in Stuttgart begegnete ich der engagierten Leiterin Maria-Elena Abella und jungen Deutschen, die von ihrem Praktikum in diesem Kinderhilfswerk erzählten. Der sehr detaillierte Bericht des Schatzmeisters überzeugte mich. Ich bin froh, durch meinen finanziellen Beitrag mithelfen zu können, dass bedürftige Kinder täglich eine gesunde Mahlzeit erhalten und bei Hausaufgabenbetreuung, kreativem Spielen und Ausflügen die persönlicher Hinwendung bekommen, die ihnen ihre Eltern nicht geben können.“
Wie kamen wir zu Ayúdame ? (von Karen und Johannes Seelhorst)
„Eine Freundin ließ uns bei einem Besuch das Faltblatt da. Wir konnten nicht mehr darüber sprechen. Als wir uns das Infoblatt später genauer ansahen, hinterließ es bei uns den Eindruck, dass unsere finanzielle Unterstützung direkte Hilfe sein kann, einen bereits lange existierenden Hort aufrecht zu halten.
In Deutschland gibt es an jeder Straßenecke Möglichkeiten, sein Geld an gemeinnützige oder hilfsbedürftige Projekte auszugeben. Ayúdame hat uns überzeugt, weil hier viele wichtige Faktoren miteinander verbunden werden, die uns für das Überleben eines solchen Projekts wichtig erscheinen.
- Die Kinder haben nach der Schule einen heimeligen Aufenthaltsort, an dem sie nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch gezielte Anregungen in ihrem täglichen Leben erhalten. Die Mütter können beruhigt ihrer Arbeit nachgehen.
- Ernährung und Gesundheit stehen genau so im Mittelpunkt wie Spielen und soziales Lernen. Die Mütter beteiligen sich in bestimmten Umfang an der Arbeit in Nuestro Hogar und nehmen so vielleicht auch Anregungen für zu Hause auf.
- Das Projekt bietet Einheimischen Arbeit mit Sozialversicherung. Die Nähwerkstatt bietet eine kleine Einkommensmöglichkeit für die Einrichtung und wieder Anregung für zu Hause.
- Ausschlaggebend für unsere Entscheidung, dieses Projekt und kein anderes zu unterstützen, war die Möglichkeit, eine Projekt-Patenschaft übernehmen zu können. Die Gelder sind nicht an eine Person gebunden, sondern stehen dem Projekt zur Verfügung. Vor Ort wird mit der Belegschaft, zusammen mit Beratung aus Deutschland, entschieden, was gerade Priorität hat. Das gefällt uns besonders gut.
All das hat unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Als dann regelmäßig informative und ehrliche Berichte über den Stand der Dinge kamen, z. T. von PraktikantInnen vor Ort aktualisiert, waren wir überzeugt, ein rundherum gelingendes Projekt zu unterstützen.“
Sollten auch Sie interessiert sein, AYUDAME über eine Projektpatenschaft zu unterstützen, wenden Sie sich bitte direkt an Renate Schüssler, Hauptstraße 50, 69221 Dossenheim, 06221-878419, r.schuessler@gmx.de.
Auch über die Projektpatenschaften hinaus freuen wir uns selbstverständlich über jede finanzielle und anderweitige Unterstützung unseres Projektes, das derzeit mehr als 100 Kindern aus armen Familien in Peru verbesserte Zukunftschancen bieten kann.
Wir wünschen Ihnen einen guten, vor allem von Gesundheit und Zufriedenheit begleiteten Jahresausklang und alles Gute für das Jahr 2005
Im Namen des Vorstandes
Andreas Eckert
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