Berichte aus Arequipa
Vierteljahresbericht Nuestro Hogar Arequipa Oktober - Dezember 2010
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Quartalsbericht Oktober – Dezember 2010
Schüler I
Anzahl Schüler: 17
Lehrerin: Luzmila Mendoza
Kurz und knapp: keine besonderen Vorkommnisse
In diesem Trimester sind das Benehmen und die Entwicklung der Kinder im
Unterricht im normalen Bereich, manchmal gibt es Diskussionen wegen der
Spielzeuge, denn die Kinder teilen nicht gern, aber das vergeht, wenn
man ihnen erklärt, dass sie lernen müssen, mit ihren
Mitschülern zu teilen. Marla und Merle haben den Kindern gezeigt,
wie man Weihnachtsplätzchen macht, während der Vorbereitung
waren die Kinder sehr aufmerksam und gerührt, dass sie lernten,
wie man Plätzchen backt.
Bezüglich der Hygiene kommen die meisten Kinder sauber in die
Cuna, außerdem hatten 94 % der
Kinder eine zufriedenstellende pädagogische Auswertung. Zwei
Kinder brauchen mehr Zeit, um ihre Hausaufgaben zu machen. In den
Monaten Oktober, November und Dezember waren rund 85% der Kinder
regelmäßig anwesend.
Schüler II
Anzahl der Schüler: 17
Lehrerin: Jenny Delgado Herrera
Kurz und knapp: Arbeit an Verbesserung des Benehmens
In den letzten 3 Monaten habe ich mit den Kindern gearbeitet, die ihr
Benehmen verbessern mussten und zwar mit Leseaktivitäten und
Gruppenarbeit. Ich half ihnen bei ihren Hausaufgaben, und sprach mit
ihnen persönlich. Auf die gleiche Art und Weise mit den Kindern,
die noch ungepflegt kommen und die sich dann fast komplett
diesbezüglich änderten. 90% der Kinder benehmen ich gut und
kommen sauber in die Cuna.
Schüler III
Anzahl der Schüler: 28-50
Lehrerin: Sara Lizbeth Pérez Pacheco
Kurz und knapp: Arbeit am Thema „Werte“
Von den Kindern, die schon in der Primarstufe sind, haben alle ihre
notwendigen Leistungsnachweise bestanden, in der Sekundarstufe haben
98% bestanden. Die Anwesenheit schwankte von 28 Kindern im Oktober
über 50 Kinder im November bis hin zu 37 Kindern im Dezember. In
den letzten 3 Monaten haben wir weiter an der Routine bezüglich
von „Werten“ gearbeitet, da es sehr wichtig ist, darin
Routine zu haben, um so auf eine gewisse Weise unsere Gesellschaft zu
verbessern; daraus haben sich gewinnbringende Verbesserungen bei den
Kindern ergeben, sie sind verantwortungsbewusster und höflicher.
Wie immer arbeiten wir mit psychologischer Hilfe und Erholungsmomenten
im Park, wir versuchen, auf irgendeine Weise bestimmte Verhaltensweisen
und Benehmen zu verbessern, an denen wir noch arbeiten müssen.
Schüler IV
Anzahl der Schüler: 19
Lehrerin: Ana María
Kurz und knapp: Arbeit am Umgang miteinander
Während des Jahres hatte das Verhalten der Schüler seine
Hoch- und Tiefpunkte, alles im Rahmen des Erlaubten, es gab keine
Ausschreitungen, da wir ihnen immer wieder empfehlen, dass der Umgang
untereinander respektvoll und tolerant sein soll und außerdem
unter Berücksichtigung dessen, wie wir alle behandelt werden
wollen.Da sie schon älter sind, wissen sie, dass ihre Handlungen
auch Konsequenzen haben und dass sie nicht negativ sein sollten, weil
das ihrer persönlichen Entwicklung schaden würde.
Inicial
Anzahl der Schüler:
Lehrerin: Giovanna Alvarez Rivera
Kurz und knapp: schlechtes Benehmen der Kinder
Die Anwesenheit ist sehr instabil, weil es mehr Fehltage und
Entschuldigungen von mehreren Kindern gab, so ist es auch bei den
Kindern, die vorher schon oft abwesend waren, und immer noch oft
fehlen, obwohl mit den Eltern geredet wurde. Es gab ein großes
Interesse der Eltern, ihre Kinder sauber und ordentlich herzuschicken.
Es war anstrengend, die Aufmerksamkeit der Kinder während der
Unterrichtszeit zu bekommen, das Benehmen änderte sich sehr stark,
sie respektierten sich gegenseitig nicht und hörten nicht auf die
Praktikanten, ich musste laut werden, damit sie gehorchen. Beim
Elternabend sprachen wir mit den Eltern über dieses Problem und
wir empfahlen ihnen, mit den Kindern zu Hause zu reden und ihnen mehr
Zeit und Zuneigung zu geben, denn es kann nicht sein, dass sie nur
gehorchen, wenn man sie zur Ordnung ruft.
Die Kinder wurden in allen 4 Bereichen des Lernens (personal-sozial,
Integralkommunikation, Wissenschaft und Umwelt, logisch-mathematisch)
evaluiert, und das Ergebnis war zufriedenstellend bei allen
älteren Kindern, da sie schon mehr Fähigkeiten und Kenntnisse
zum Zeitpunkt der Evaluation hatten.
Wie es hier jedes Jahr zum Abschlusstag Brauch ist, versammeln wir uns
mit den Eltern der Inicial-Kinder in der Klasse, um die Kinder zu
feiern, die zur Schule gehen werden, mit einem Teller Essen,
Häppchen und Getränken, die die Eltern finanzieren, doch
dieses Jahr konnte dieses Fest nicht realisiert werden, weil es nur
wenig Kommunikation zwischen den Müttern der Kinder gab.
Nido
Anzahl der Kinder: 18
Lehrerin: Verónica Alvarez Rivera
Kurz und knapp: padagogischer Fortschritt, Eingewöhnung der Kinder
Die persönliche Hygiene wird besser, die Mehrheit der Kinder
übernimmt Hygienegewohnheiten, kontrollieren ihre Notwendigkeiten,
waschen sich die Hände und putzen sich die Zähne etc. und in
einigen Fällen sind sie noch im Prozess der Gewöhnung, daher
arbeiten wir öfter mit diesen Kindern, wir gehen mit ihnen nach
jedem Essen auf die Toilette oder schicken sie mit anderen Kindern mit,
damit sie sich daran gewöhnen.
Wir arbeiten stetig am Benehmen der Kinder, das sich mit ihrem
Größerwerden verändert, sie reagieren auf andere Weisen
auf neue Situationen. Im November fiel auf, dass die Kinder müde
waren, es gab Moment, in denen die Aggression untereinander
stärker wurde, sie verloren die Konzentration bei der
täglichen Übung.
Der pädagogische Fortschritt wird besser, das kann man aus der
Eingangsevaluierung im Vergleich mit der Evaluierung am Ende des Jahres
entnehmen, 75% der Klasse macht Fortschritte bei den Themen, an denen
wir arbeiten, 25% sind noch im Gewöhnungsprozess. Die Mehrheit
fängt an, spontan zu reden, sie sind lockerer in ihrer
Beteiligung. Die Kinder mögen es sehr gern, wenn man ihnen
Geschichten und Märchen vorliest, und vor allem, wenn sie selbst
mitmachen oder die Hauptdarsteller sind, wir arbeiten gemäß
ihrer Fähigkeiten, eine große Hilfe ist der Wandschirm, der
für diese Zwecke ausgearbeitet wurde, wir benutzen ihn wie ein
Sonnensegel, für Aufführungen mit Handpuppen etc.
Im Oktober veranstalteten wir einen Elternabend (mit dem Inicial
zusammen), und wir informierten die Eltern über diese 4 Punkte:
Anwesenheit, persönliche Hygiene, Benehmen und pädagogischer
Fortschritt. Wie vorauszusehen gab es Unruhe bei einigen Eltern
über die Gründe, warum ihre Kinder mit Kratzern kamen und in
einem anderen Fall mit nasser Unterwäsche.Wir klärten alle
Fälle und erklärten den Müttern auch, dass sie nicht
genügend Kleidung mitgaben, um ihren Kinder die Kleidung wechseln
zu können.
In diesem Semester verfolgten wir einige Aktivitäten in
Übereinstimmung mit dem Bürgerkalender. Die Kinder arbeiteten
an Handarbeiten gemeinsam mit ihren Müttern mit dem Ziel, mehr
Kontakt mit ihren Müttern zu haben. Als Lehrerin sage ich, dass es
hierzu Ergebnisse gab, denn die Mütter zeigten sich aufmerksamer
bei den Hausaufgaben der Kinder.
Bereich der Supervision
Bericht von Elvira Chávez Núnez
Die Kinder, die im September dazu kamen, hatten Erfolge bei der
Sozialisierung, Gewöhnung und Kommunikation. Ich half mit bei den
Gesprächen mit den Eltern mit dem Thema „Benehmen und Hilfe
zu Hause“ im Oktober. Ich war bei der Versammlung der Lehrerinnen
im November dabei, um die Arbeit zu koordinieren, ich zeigte ihnen an,
dass wir in Koordination mit dem Psychologen und der Sozialarbeiterin
arbeiten würden, um die Probleme zu lösen, die sich im
Unterricht zeigen.
Sozialer Bereich
Bericht von Rocio Calizaya Morales
Verwaltung
Die Neuanmeldungen wurden Ende September bis zum nächsten Jahr geschlossen, im Moment kommen 108 Kinder in die Cuna.
Gesundheit
In diesem Trimester kam eine Abordnung des Gesundheitszentrums
„Francisco Bolognesi“, um uns die zweite und dritte Dosis
der Auffrischung der Hepatitis B-Impfung zu geben. Außerdem
führten sie eine Gewichts- und Größenkontrolle der
Kinder der Cuna durch und im Dezember schlossen sie das CRED (Wachstum
und Entwicklung) mit den Kindern aus Nido und Inicial ab.
Praktikanten
Wir haben immer noch die Hilfe der beiden Mädchen Marla und Merle,
und ich glaube, dass sie sich jetzt nach so langer Zeit gut integriert
haben, Marla ist manchmal sogar gesprächiger als Merle, obwohl es
früher das Gegenteil war. Obwohl sie sehr jung sind, machen sie
ihre Arbeit gut.
Da an den Wochenenden nicht mehr gekocht wird, gebe ich ihnen das Geld,
wenn sie in Arequipa bleiben, damit sie auswärts essen
können. Die beiden sind damit sehr zufrieden, auch wenn sie
zu Hause bleiben würden, gäbe es die Möglichkeit, Essen
im Dorf gegenüber zu kaufen. Dort gibt es eine Frau, die uns das
anbietet, wie früher auch schon für Josefine, denn für
zwei Personen zu kochen, ist ziemlich teuer.
Der Geburtstag von Merle war im November und wir haben ihn mit dem
ganzen Personal gefeiert. Sie war sehr berührt davon und Marla
kommentierte, dass sie sehr traurig sei, weil sie an ihrem Geburtstag
nicht mehr hier sein würde.
Nähwerkstatt
In diesem Semester haben wir uns der Herstellung von Karten gewidmet,
da es kleine Produkte sind, bei denen man nur langsam vorankommt. Die
Näherinnen sehen das genauso. Es ist besser, die Karten schon
fertigzustellen, wenn es noch keinen Druck durch die Bestellung gibt.
Außerdem hatten wir Kontakt mit Frauke und Elke, die uns
darüber informierten, dass die Bestellung pünktlich ankam mit
der neuen Transportform, auf diese Weise vermeiden wir eine nervige und
teure Bearbeitung.
Wir hatten auch den Abschlusstag von 2010. Nach sehr langer Zeit trafen
wir alle zusammen und verbrachten schöne Momente. Die Frauen
äußerten auch ihren Wunsch, uns im Projekt durch ihre
Anwesenheit in der Nähwerkstatt weiterhin zu unterstützen. So
haben wir dieses Jahr beendet und schicken euch allen einen herzlichen
Gruß.
Psychologischer Bereich
Bericht von Percy Álvarez Béjar
Für die Schüler IV wurden Veranstaltungen zur
Berufsorientierung und -information angeboten und ausgewertet. Die
evaluierten Bereiche der Kinder waren der I.Q., die
Persönlichkeit, der Charakter, berufliche Interessen und
Lerngewohnheiten.
Bei den neuen Schülern der Cuna wurden z.B. Sprache und
visomotorische Reife ausgewertet und Lösungsansätze für
die entdeckten Probleme gegeben.
Außerdem erfolgen eine psychologische Betreuung bei
Problemfällen oder Auftreten von Schwierigkeiten der Schüler
und Gespräche mit den Eltern.
Als Orientierungsgespräche wurden folgende Themen angeboten:
„Lernverantwortung und -gewohnheiten“, mit Motivationsvideo
(Schüler II), „Verliebtsein und Sexualität“, mit
Audioreflexion (Schüler IV), „Vielfältige
Intelligenz“ (Schüler IV), „Asservität und
Selbstbewusstsein“ (Schüler III).
Bereich der Sicherheit
Bericht von Rocio Calizaya Morales
Seit dem Monat November ist der Betrag, den wir für diese
Dienstleistung zahlen, auf momentan 1000.00 Soles monatlich gestiegen,
vorher war er 900.00 Soles, aber wir haben noch Glück, dass der
Anstieg nicht noch größer war, denn alle Dinge und
Dienstleistungen in Peru - und vor allem in Arequipa - sind
teurer geworden. Wir hoffen, dass wir diesbezüglich in
nächster Zeit keine Neuigkeiten haben werden.
Weihnachtsfeier
Bericht von: María Elena Abella
Wie jedes Jahr ist dieses Datum sehr chaotisch für alle, denn
alles zu koordinieren, was dieses Fest verlangt und davon abgesehen
noch den Jahresabschluss zu sehen, ist in vielen Fällen sehr
erdrückend, aber mit dem Wissen über die Freude, die wir
damit erzeugen, geht es alles viel einfacher. Für diese
Weihnachtsfeier mussten wir die Anzahl der Geschenke senken, da alles
hier sehr teuer geworden ist und ich kein Zusatzbudget für die
Steigerung der Preise hatte, daher bestand das Geschenk aus einem
T-Shirt und einem Paar Socken, im Unterschied zum letzten Jahr, da
waren es 2 Paar Socken. Alles ist ein bisschen teurer geworden für
das Budget, aber es gab keine andere Alternative. Sie erhielten ihre
Süßigkeitentüte und ihr Spezialmittagessen,
außerdem ihre Schokolade. Die Eltern und Gäste waren
anwesend, denn wir ihr schon wisst, kommen an diesem Tag viele
ehemalige Schüler und es gefällt uns, dass sie sich auch als
Teil des Projekts sehen.
Es waren eingeladen und anwesend: Elvira, die pädagogische
Supervisorin, Percy, der Psychologe und die Buchhalterin Rosario, das
Fest war sehr schön und die Kinder strahlten, vom Kleinsten bis
zum Größten. Was ich sehr lustig fand, war, die Kinder aus
dem Nido mitsamt der Lehrerin, Praktikantin und Aushilfe alle
verkleidet zu sehen. Der Inicial war auch ein sehenswertes Spektakel
und auch die Schülergruppen strahlten in ihren
Präsentationen. Alle, die wir anwesend waren, genossen es sehr,
ich werde euch bald Fotos schicken, damit ihr ein paar dieser Momente,
die wir verbracht haben, sehen könnt.
Die Kinder und ihre Eltern gingen sehr zufrieden nach Hause. Unter den
Eltern haben wir 12 Weihnachtskuchen verlost, alle gingen unter dem
Eindruck, selbst ein Teil des Festes und nicht nur Zuschauer gewesen zu
sein. Selbstverständlich dankten sie der Institution sehr für
alles und für die Unterstützung, die wir ihnen immer entgegen
bringen.
Ein sehr spezieller und bewegender Moment war der Teil, in dem ich den
Kindern, die die Schule abgeschlossen und sich damit auch von uns
verabschiedet haben, ihre Abschiedsgeschenke überreichte. Es tut
mir immer sehr leid, sie gehen zu sehen, nachdem sie die meiste Zeit
ihres Lebens mit uns geteilt haben. Ich glaube, dass sie das gleiche
empfinden.
Heimkinder
Bericht von María Elena Abella
Luzmila
Im Moment bekommt Luzmila wegen eines kaputten Backenzahns eine
zahnärztliche Behandlung, aber ansonsten geht es ihr
gesundheitlich gut. Sie hatte zwar einige Erkältungen, die bei
dieser Kälte nicht ausbleiben, aber ansonsten nichts weiteres.
Einzig ihr Gewicht macht ihr noch Probleme, aber wir hoffen, dass sie
das eines Tages noch verbessern wird. Über ihre Arbeit in der Cuna
in der Klasse des Inicial gibt es keine Klagen.
Juan Pablo
Juan Pablo kommt manchmal auf Besuch in der Cuna vorbei. In
Übeeinstimmung mit seiner finanziellen Situation lädt er
anchmal die Köchinnen auf ein Getränk ein und hilft ihnen ein
bisschen, er kommt auch in mein Büro um mir zu erzählen, was
er gerade macht. Bis jetzt hat er wenigstens die Arbeit im Restaurant,
er beschwert sich nicht darüber und ich vermute, dass sie ihn gut
behandeln. Sein Geburtstag war am 25. Oktober und er erschien in der
Cuna. Ich sagte ihm schon einige Mal, dass er mir Bescheid geben
sollte, wenn er an diesem Tag kommen würde, damit ich vorbereitet
wäre. Aber er tat es nicht und sobald ich ihn sah, erinnerte ich
mich, dass er Geburtstag hatte. Wir begrüßten ihn alle und
wie immer luden wir ihn zum Mittagessen ein; ich schenkte ihm einige
Dinge, die ich wenigstens noch irgendwo herumliegen hatte und er war
sehr glücklich und zufrieden.
Gemäß dem, was mir seine Tante erzählt, benimmt er sich
gut, wie der eigene Sohn kommt er immer wieder zurück. Dieses Jahr
ist er schon 30 Jahre alt geworden, er ist schon ziemlich erwachsen und
man kann ihn nicht kontrollieren, weil ihn das ärgert;
gesundheitlich geht es ihm auch gut, er wird selten krank.
Das ist erst einmal alles. Ich hoffe, dass euch die Informationen
nützlich und hilfreich sind, bis bald und viele Grüße.
María Elena
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