Berichte aus Arequipa
Vierteljahresbericht Nuestro Hogar Arequipa Januar - März 2011
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Schüler I
Anzahl der Schüler: 16
Lehrerin: Luzmila Mendoza
− In den Sommerkursen nahmen die Kinder an
verschiedenen Aktivitäten teil, sie zeigten dabei Fähigkeiten
und Können und waren sehr interessiert daran, neue Dinge
kennenzulernen und Ideen mit ihren Mitschülern zu teilen. Sie
nahmen an den Kursen „Zeichnen und Malen“ und
„Handarbeiten“ teil, die von Lehrerinnen unterrichtet
wurden, die sich auf diesen Gebieten spezialisiert hatten. Während
der freien Zeit spielten die Kinder im Park (Fußball, Volleyball,
Wettrennen), machten Origami, Yutestickereien oder Handarbeiten mit
Einwegmaterial. Am Ende der Sommerkurse wurde eine Ausstellung
veranstaltet, die Kinder waren sehr zufrieden und begeistert über
die Dinge, die sie vollbracht hatten.
− Außerdem wurde der Geburtstag der Kinder gefeiert, die dieses Trimester Geburtstag hatten.
− Bezüglich der Hygiene kann man feststellen, dass einige Kinder unsauber kommen.
− Anwesenheit: im Januar kamen 68% der Kinder
regelmäßig und 32% unregelmäßig, im Februar 83%
regelmäßig und 17 % unregelmäßig, und im
März 82 % regelmäßig und 18 % unregelmäßig.
Schüler II
Anzahl der Kinder: 17
Lehrerin: Jenny Delgado Herrera
− Anwesenheit: im Januar kamen durchschnittlich
14 Kinder (82 %), im Februar durchschnittlich 16 Kinder (94 %) und im
März durchschnittlich 17 Kinder (100 %).
− Benehmen und Körperhygiene der Kinder
sind gut. Bezüglich der Körperpflege sprach ich mit den
Eltern bei der Versammlung, die wir durchgeführt haben, und wenn
es Kinder gibt, die immer noch unsauber kommen, spreche ich mit den
Eltern persönlich. Bezüglich des Benehmens handhabe ich es
ebenso, außerdem arbeiten wir mit dem Psychologen zusammen, um
das Benehmen einiger Kinder zu verbessern.
− Im Februar fuhren wir für eine Woche an
den Strand, wo die Kinder Spaß hatten und ohne Probleme
miteinander klar kamen.
− Genauso nahmen sie am Leseplan unter der
Verantwortung des Personals der kulturellen Bibliothek teil, und
momentan entwickelt es sich jeden Freitag von 4 bis 5 Uhr nachmittags:
Am Anfang gab es nur wenige Kinder, die am Lesen Interesse hatten, aber
momentan nehmen sie mit viel Begeisterung teil und erzählen das
Gelesene unter der Woche.
− Im März hatten die Kinder wieder
Unterricht in den Schulen, daher kamen neue Kinder zu uns, die sich gut
in die Gruppe integrierten, wir arbeiteten die Klassenregeln aus und
den Stundenplan. einige Kinder haben Schwierigkeiten beim Schreiben,
manchmal brauchen sie viel Zeit, um die Hausaufgaben zu verstehen, die
ihnen ihre Lehrer geben. Deshalb sprach ich mit den betroffenen Eltern,
damit sie zu Hause einige Diktate machen können, damit sie ihre
Schrift und Rechtschreibung verbessern, außerdem habe ich sie um
ein Kontrollheft für die Hausaufgaben gebeten, damit so die Eltern
sehen können, welche Hausaufgaben das Kind schon erledigt hat und
welche noch zu Hause fertig gemacht werden müssen.
Schüler III
Anzahl der Schüler: 22
Lehrerin: Sara Lizbeth Pérez Pacheco
− Anwesenheit: im Januar kamen durchschnittlich
11 Kinder (90 %), im Februar durchschnittlich 13 Kinder (90 %) und im
März durchschnittlich 22 Kinder (99 %). Benehmen und
Körperhygiene der Kinder sind gut.
− Wir führten einen Elternabend mit den
Müttern der Kinder der Institution durch, um die Normen und Regeln
der Institution in Erinnerung zu rufen, die uns zu einer besseren
Ausübung und Leistung unserer Arbeit führen.
− Weiterhin arbeiten wir mit dem Psychologen
zusammen, der von unseren Müttern und Kindern sehr gut angenommen
wird, sie suchen die Hilfe und den Ratschlag dieser professionellen
Unterstützung mit dem Ziel, Verbesserungen und mehr Kommunikation
in den Familien herzustellen.
Schüler IV
Anzahl der Schüler: 18
Lehrerin: Ana María Fernández Vera
− Im Januar und Februar baten die meisten
Schüler um Erlaubnis, in diesen Monaten nicht im Unterricht
erscheinen zu müssen, sie wollten diese Zeit zum Arbeiten nutzen.
Im März kamen dann alle wieder: Im Januar kamen nur 9% der
Schüler, im Februar 39% und im März 94%.
− Am 31.3.2011 feierten wir die Geburtstage der
Kinder, die in diesem Trimester Geburtstag hatten, wir machten ein
Fest, an dem alle Klassen teilnahmen, es gab Kuchen, Kekse und Popcorn.
Inicial
Anzahl der Schüler: 15
Lehrerin: Giovanna Álvarez Rivera
− Die Sauberkeit der Kinder ist gut, mit zwei
Ausnahmen. Wir sprachen mit beiden Müttern, aber nur eine der
Mütter zeigte sich einsichtig.
− Das Benehmen der Kinder ist gut, die
älteren Kinder kennen die Regeln der Klasse und die neuen Kinder
sind dabei, sich einzugewöhnen.
− Pädagogischer Fortschritt: Das neue
Schuljahr hat begonnen und im April arbeiten wir an der Anpassung und
Angleichung der Kinder.
− Wir führten die vorgesehenen
Aktivitäten für die Sommerkurse 2011 durch, mit der Mithilfe
der Zeichen- und Mal-Lehrerinnen und Luzmila und Merle.
Nido
Anzahl der Kinder: 15
Lehrerin: Verónica Álvarez Rivera
− Die Anwesenheit war regelmäßig,
insgesamt kamen 12 von 18 angemeldeten Kindern, im Verlauf dieser drei
Monate gab es viele Entschuldigungen, aber im März kamen die
Kinder wieder, und die Kinder, die 4 Jahre alt wurden, wechselten in
den Inicial. Außerdem kamen einige nicht mehr in die Institution,
sodass die Gesamtzahl auf 10 absank, 4 neue kamen dazu, jetzt
sind es insgesamt 15 Kinder.
− Die Sauberkeit war unregelmäßig,
weil 2 Kinder rückfällig wurden. Wir sprachen bei mehreren
Gelegenheiten mit ihren Müttern, die ihre Kinder sauber und mit
Wechselkleidung herschicken sollen, aber sie taten das nur am
nächsten Tag und danach ging es weiter wie vorher. Außerdem
kommen die Kinder mit dreckigen und ungewaschenen Köpfen, die
Mütter sagten, dass sie ihre Kinder wegen der Kälte nicht
wuschen.
− Bezüglich des Benehmens haben wir eine
normale Entwicklung, mit der Ausnahme von J., der Unruhe stiftet,
sobald er kann. Er wird auch ohne Grund aggressiv, einige Male brachten
wir ihn schon zum Psychologen. Mit der Mutter wurde auch ein
Gespräch geführt. Im März zeigte sich außerdem ein
anderes Kind sehr unruhig, es war wechselhaft und der Psychologe
führte ein Gespräch mit ihm und seinen Eltern. Mittlerweile
wird es besser und es integriert sich in die Gruppe.
− Pädagogischer Fortschritt: In den
Sommerkursen arbeiteten die Kinder mit 2 Kunstlehrerinnen zusammen, die
gemäß einem ausgearbeiteten Stundenplan mit den Kindern
Zeichen- und Malarbeiten erstellten, um dabei die psychomotorische
Feinkontrolle, die visomotorische Koordination und ihr Feingefühl
zu verbessern. Die Kinder genossen ihre Ferien sehr, sie hatten nicht
einmal das Gefühl, dass ihnen Aufgaben gegeben würden, mit
Hilfe der Aktivitäten, die sie machten, versuchten wir, das
bestmöglich zu erreichen. Dabei hatten wir die Hilfe vom
Wandschirm. Die Kinder sprachen und zeigten ihre Gefühle mit den
Handpuppen, wir benutzten auch das Spiel mit dem kleinen Laden, wo die
Kinder ein Rollenspiel machen, einige waren die Kinder, andere die
Eltern, dann kam die Nachbarin vorbei und wir hatten sogar einen
Fahrservice. Man kann sagen, dass wir mit diesen Aktivitäten viele
Ziele erreichten, außerdem halfen die deutschen Praktikantinnen
auch sehr viel. Am 28. Februar war das Ende der Sommerkurse, die Kinder
fanden ihre Werke sehr schön und freuten sich über so viel
Farbe.
− Im März begannen wir, den Eingangstest
auszuwerten, dafür hatten wir die Hilfe von Karim Rosas, die neu
dazugekommen ist, wir hatten einen Elternabend von Nido und Inicial, wo
wir im Hinblick auf frühere Fälle von Unsauberkeit und
schlechtem Benehmen bei einigen Kindern den Eltern die Regeln der
Institution und der Klasse nochmal verdeutlicht haben, die Eltern
versprachen, sich an die Normen zu halten und wir hoffen, dass das auch
so erfüllt wird. Wir reichten außerdem die Materialliste ein.
Supervision
Bericht: Elvira Chavez
− Ich habe die pädagogische Arbeit
für das Jahr 2011 in den Klassen Nido und Inicial organisiert: Wir
haben dir Probleme, die sich im Schuljahr 2010 aufgetan haben,
analysiert; Überarbeitung und Aktualisierung der Kollationsliste;
Überprüfung der Idealprofile der 3-, 4- und 5-jährigen
Kinder; Arbeitszeitpläne; Hauptaktivitäten in beiden Turni;
Zeitplan der Anfangsaktivitäten
− Überprüfung des aktualisierten
Diseño Curricular Nacional (DCN), jede Lehrerin beider Turni hat
jetzt den aktualisierten DCN
− Festlegung der Fähigkeiten, die
während der Ferienzeit in den Klassen von Nido und Inicial
verstärkt bearbeitet werden sollen, folgende Themen wurden
festgelegt: die Farben, Auffrischung der Hygienegewohnheiten,
Bilderlesen.
− Übergabe der DCNs an die Lehrerinnen von
den Klassen Schüler I, II und III, als Referenz für die
Leistungserfolge nach Klassenstufen und Halbjahr in der Primarstufe und
Sekundarstufe.
− Beobachtungsbesuch bei den Aktivitäten
der Sommerkurse in den Klassen Nido, Inicial und Schüler. Die
Schüler arbeiten ordentlich und wohlgefällig an ihren
verschiedenen Aktivitäten.
− Versammlung mit den Lehrerinnen der
Schüler-Klassen: ich machte einige Vorschläge bezüglich
des Ernährungsplans und dem Benutzen der Toilette während des
Mittagessens, um keine schlechten Gerüche zurückzulassen,
während die Schüler ihr Essen zu sich nehmen.
− Begleitbesuch in den Schülerklassen, um
die Arbeitsroutinen zu beobachten, die Zeit zu sehen, die sie für
das Erledigen der Hausaufgaben benutzen und in den Zeitplan, nach dem
sie vorgehen, das Element der Verstehenslektüre einzubauen.
− Elternabend mit den Eltern der Klassen Nido
und Inicial, bei dem sich die neue Lehrerin des Nido, Karim Rosas,
vorstellte, die im Vormittagsturnus arbeiten wird. Wir gaben
Empfehlungen an die Eltern bezüglich der Sorgfalt und des Umgangs,
die sie bei ihren Kindern an den Tag legen sollten und bezüglich
der Verstärkung des gelernten Könnens, der
Hygienegewohnheiten und der Kommunikation mit den Lehrerinnen.
− Ich war beim Elternabend der
Schülerklassen, und hatte die Gelegenheit, mich an die Eltern zu
richten, um ihnen auch die Art des Umgangs und der Sorgfalt zu
empfehlen, die sie bei ihren Kindern an den Tag legen sollten. Ich
unterhielt mich mit einigen Müttern über die Zweifel, die sie
bezüglich des Korrigierens bestimmter Verhaltensweisen ihrer
Kinder haben.
− Überprüfung des Fortschritts der
Eingangsaktivitäten in den Klassen Nido und Inicial, wie zum
Beispiel: Eingewöhnungsphase, Anwendung des Eingangstests,
Festlegung der Lernbedürfnisse der Schüler, Umsetzung der
Zuteilung von Fähigkeiten.
− Die Aktivitäten werden innerhalb der
Fristen und des vorgegebenen Zeitablaufs ohne Probleme beendet.
Sozialbericht
Bericht: Miladi González Polar
Verwaltung
− Im ersten Trimester des Jahres haben wir
insgesamt 103 Schüler, 16 kamen neu dazu. Die Klassen wurden nach
Alter und Klassenstufe geordnet, sodass die Klassen
folgendermaßen aufgestellt sind: 15 Kinder im Nido, 15 Kinder im
Inicial, 16 Kinder in Schüler I, 17 Kinder in Schüler II, 22
Kinder in Schüler III, 18 Kinder in Schüler IV.
− Es wurden 34 Hausbesuche durchgeführt,
bei den neuen Kindern, wobei der Bericht der Verwaltung vorgestellt
wurde, um ihn zu evaluieren, so haben wir 18 Kinder, die nicht
aufgenommen werden konnten, weil sie nicht an die Voraussetzungen der
Institution erfüllen.
− Die Liste der
Schüler-Mütter-Verbindungen wurde aktualisiert,
außerdem auch die Geburtstagsliste.
− Erstellung des sozioökonomischen Datenblatts für die neuen Schüler.
− Die Kontrolle und Annahme der Beiträge
der Mütter wird fortgeführt, wie auch ihre monatliche
Arbeitsleistung und die täglichen mündlichen Hinweise an die
entsprechenden Eltern.
− Die wöchentliche Überprüfung
der Klassenhefte, der Anwesenheit der Schüler, der
Stundenpläne und der täglichen Entwicklungen in den Klassen
ist beendet.
− Die Entschuldigungen, die im Sommer beantragt
wurden, wurden kontrolliert, außerdem noch die für die
Strandreise, sowohl von den Schülern als auch vom Personal.
− Der Quartalsbericht wurde erstellt.
Institution
− Erneuerung der Wandzeitungen mit
Stundenplänen, Geburtstagen von Personal, Schülern und
Müttern und Verbindungen der Schüler.
− Aufhängen des Plakats mit Hinweisen zum
Eintritt in die Institution, zur Information interessierter Mütter.
− Aktualisierung des Erste-Hilfe-Koffers
Planung und Auswertung
− Quartalsbericht für Januar, Februar und März 2011.
Gesundheit des Personals
− Ärztliche Untersuchung des
Küchenpersonals: Koordinierung mit dem Gesundheitszentrum
Francisco Bolognesi für die Betreuung des Personals, das seine
Arbeit im Bereich der Küche ausübt, die jeweiligen
Untersuchungen wurden durchgeführt und das ganze Personal erfreut
sich perfekter Gesundheit.
Erholung
− Reise an den Strand von Mollendo 2011: Der
Hinweiszettel für die Anmeldungen für die Reise zum Strand
von Mollendo wurde aufgehängt. Die Anweisungen und Packliste wurde
verteilt. Annahme der Bevollmächtigungen der Mütter.
Koordinierung mit dem Rotary Club, die uns bei der Unterbringung der
Schüler und des Personals helfen. Entsprechende Verabredungen mit
der Firma „Del Carpio“, die für den Transport
zuständig ist. Einreichung der Dokumentation an die
Rettungspolizei für die Unterstützung bei der Beaufsichtigung
der Kinder am Strand und im Schwimmbad der Gemeinde Mollendo.
Übereinkunft mit der Stadt Mollendo wegen des Bemühens um
freien Eintritt für das Schwimmbad. Insgesamt reisten 52 Personen,
Schüler und Personal.
Praktikanten
− Bis zum 13. März waren Marla und Merle
bei uns, daher nahmen sie auch an der Strandreise teil und sie gefiel
ihnen sehr gut. Wie ich euch schon einige Male gesagt habe, sind die
beiden Mädchen sehr arbeitsam und aktiv, trotz ihres jungen
Alters. Es war eine Freude, mit ihnen zu arbeiten und es tat mir sehr
leid, mich von ihnen zu verabschieden. Wir machen ein kleines Fest um
ihnen die besten Wünsche auszurichten, und die beiden waren so
traurig, dass wir alle auch traurig wurden. Aber so ist das Leben. Die
beiden erwartet jetzt eine ganz neue Etappe im Leben. Am 1. März
kam die neue Praktikantin Judith Heinzler an, und wie es eben ist war
sie die ersten Tage ein wenig still, denn die Sprache ist das
Hauptproblem. Aber Marla und Merle erklärten ihr gut, wie ihre
Arbeit funktioniert und Sorgfaltsmaßnahmen für das Leben in
der großen Stadt. Sie ist ein ruhiges Mädchen mit dem Wunsch
zu helfen, und ich glaube, dass die Zusammenarbeit mit ihr auch sehr
zufriedenstellend sein wird.
Nähwerkstatt
Bericht: Rocío Calizaya Morales
− In diesem Quartal mussten wir uns mit der
Bestellung, die in der zweiten Februarwoche einging, beeilen, denn wir
mussten die Produkte Anfang März nach Deutschland schicken. Ende
Februar bereiteten wir die Kisten mit den Produkten vor, am 28.2.
schickten wir sie mit SERPOST los, auf die gleiche Art und Weise, wie
wir die Bestellung im letzten September verschickt hatten, die wie ich
euch im letzten Quartalsbericht berichtet habe, ohne Probleme
angekommen ist. Auf diese Art wollen wir viele Formalitäten und
höhere Ausgaben verhindern. Aber dieses Mal hatten wir leider kein
Glück, denn beim deutschen Zoll wurde die Kiste einbehalten und
ein Nachweis gefordert, die wir in den Jahren zuvor gemacht hatten.
Letztendlich wurde die Kiste zu unserer Beruhigung bei Elke am 21.
März abgegeben, als wir in Arequipa dabei waren, die Dokumentation
nachzureichen.
Psychologischer Teil
Bericht: Bereich der Psychologie
− psychologische Auswertung der neu aufgenommenen Schüler
− psychologische Betreuung bei auftretenden Problemen
− Gespräch mit den Eltern
− Orientierungsgespräche: Für die
Eltern wurde ein Referat zum Thema „Wie lassen sich unsere Kinder
frühzeitig stimulieren“ angeboten, mit Motivationsvideo.
Sicherheit
− Wir arbeiten immer noch mit der gleichen
Sicherheitsfirma zusammen und es gibt keine Probleme, hoffentlich
ändert sich die Sicherheitssituation nach diesen
Präsidentschaftswahlen nicht sonderlich, und hoffentlich steigen
die Kosten nicht. Jede Änderung werde ich euch mitteilen.
Strandreise
Bericht: Miladi González Polar
− Die Reise fand am 7., 8., 9., 10., 11. und
12. Februar statt. Am 7. Februar sind wir um 8 Uhr von der Anlage von
„Nuestro Hogar“ aufgebrochen und ungefähr um 10 Uhr am
Ziel angekommen.
− An der Reise nahmen 35
(fünfunddreißig) Kinder teil, die - bis auf 2 Ausnahmen -
einen symbolischen Beitrag von 15 Soles bezahlt haben. Außerdem
reiste eine Gruppe ehemaliger Schüler mit, die einen symbolischen
Beitrag von 10 Soles bezahlten, und 15 zum Personal zugehörende
Erwachsene.
− Für das Beauftragte Transportunternehmen
„Del Carpio“ wurde für Hin- und Rückfahrt ein
Preis von 1350 Soles bezahlt, und an die Herberge, die zum Rotary Club
gehört, ein Betrag von 250 Soles.
− Außerdem vermittelten wir für 2
Tage den Besuch eines Aquaparks. Wir beantragten bei der
öffentlichen Wohlfahrtsgemeinschaft der Stadt Mollendo die
Beleuchtung des Sportplatzes für 2 Stunden, um die geplanten
Erholungsaktivitäten für die Kinder ermöglichen zu
können.
− Die ehemaligen Schüler zeigten viel
Einverständnis bei jeder Aktivität und waren offenkundig
immer sehr aufmerksam und hilfsbereit. Sie zeigten so der Institution,
die sie ausgebildet hat, ihre Zuneigung und Dankbarkeit und machten ihr
Engagement für das Projekt deutlich.
− Ich sollte auch mitteilen, dass das
Leistungsverhalten des Personals bezüglich der Betreuung,
Führung, Vorbild und Zusammenarbeit bei den durchgeführten
Aktivitäten in dieser großen menschlichen Gruppe angemessen,
bestens und effizient war.
− Ich sollte sagen, dass unsere Schüler
keine Kinder sind, die nicht gehorchen, sich schlecht benehmen oder den
Regeln nicht folgen, ganz im Gegenteil, sie arbeiten gut miteinander
und mit dem Personal mit, was auch zeigt, dass diese Reise eine
wirkliche Belohnung bedeutet.
− Wir beendeten die Reise ohne Zwischenfälle. Ankunft zur geplanten Zeit und Ort.
Heimkinder
Bericht: Maria Elena Abella
− Luzmila: Also die Dinge mit der kleinen
Dicken sind fast wie immer, man muss sie permanent beobachten, damit
sie nicht dreckig und unordentlich zur Arbeit kommt. Eines Tages kam
die Eigentümerin des Zimmers, das sie gemietet hat, in die Cuna,
um mich zu bitten, Luzmila zu sagen, dass sie ihr Zimmer sauberer
halten solle, da sich die Nachbarn über schlechte Gerüche
beschwert hatten. Vorher war Miladi, die Sozialassistentin, auf meine
Anweisung hin zu Luzmila gegangen, um ihr Zimmer zu
überprüfen, denn ich ahnte schon, dass es nicht gut lief. Als
sie von dem Besuch wiederkam, war sie entsetzt über die
Dreckigkeit dort, totale Unordnung und ein unglaublicher Mangel an
Hygiene, und Luzmila hatte sogar vorher eine „Reinigung“
durchgeführt. Ihr könnt euch also vorstellen, wie es vor
dieser Reinigung aussah, schrecklich!!. Also nutzte ich den Besuch der
Eigentümerin des Hauses aus und gab Luzmila ein Ultimatum, wenn
sie bis dahin nicht mehr Sorgfalt mit der Hygiene in ihrem Zimmer hat,
würde sie die Eigentümerin rausschmeißen. Dann sei es
nicht meine Verantwortung, wo sie dann bliebe. Daher stattet Miladi ihr
Besuche, oder besser gesagt, Spontaninspektionen, ab, um uns davon zu
überzeugen, dass sie ihr Versprechen einhält. Aber wie ich es
jetzt schon einige Male gesagt habe, mit der kleinen Dicke und ihrem
Charakter ist das ziemlich schwierig. Eine der Gründe, weshalb das
Fräulein entschied, aus der Cuna auszuziehen, war, dass wir uns
nicht weiter in ihr Leben einmischen, und ich vermute, dass es ihr
jetzt nicht besonders gefällt, dass wir uns wieder einmischen,
aber es bleibt ihr nichts anderes übrig. Sie selbst hat sich in
dieses Dilemma gebracht. Es ist überflüssig, ihre Unordnung
weiter zu spezifizieren, denn ihr würdet es sowieso nicht glauben.
Aber nun gut, sie ist so und das Einzige, was mir bleibt, ist sie zu
kontrollieren, wenigstens bezüglich ihrer persönlichen
Hygiene, denn sie kann nicht bei der Arbeit erscheinen, wenn sie nicht
sauber ist, denn sie würde ein falsches Bild der Cuna vermitteln.
Wenn wir von den Eltern erwarten, dass sie ihre Kinder sauber hierher
bringen und eine unserer Arbeiterinnen diese Norm nicht erfüllt,
wäre das ein Witz, wir müssen ein Vorbild sein.
Außerdem gibt sie einen großen Teil ihres Gehalts
dafür aus, sich Süßigkeiten und Getränke zu
kaufen, mit der großen Ironie, dass sie nicht nur das Geld
für Dummheiten ausgibt, sondern dass sie auch schrecklich zunimmt.
Ich habe tausend Male mit ihr diesbezüglich gesprochen, aber bei
ihr geht das in ein Ohr rein und ins andere Ohr raus, außerdem
ist sie ja schon erwachsen, sie macht, was ihr richtig erscheint. Sie
hat sogar einen Kredit beim Laden gegenüber der Cuna aufgenommen
und natürlich schuldete sie ihnen eine ganze Menge, aber ich habe
schon der ganzen Welt verkündet, dass Luzmilas
Verantwortungsgefühl sehr niedrig ist, wenn sie ihr etwas auf
Kredit verkaufen. Sie ist keine fähige Person und die anderen
wissen das, und ich bin natürlich nicht für ihre Rechnungen
verantwortlich, außerdem: ein angekündigter Krieg tötet
niemanden. Aber Ende März kaufte sie sich neue Laken und neue
Bettwäsche mit ihrem eigenen Gehalt, und sie war sehr zufrieden.
Natürlich würde ich sie ihr auch kaufen, aber die Hauptsache
ist, dass sie sich selbst um ihr Leben und ihr Geld kümmert, denn
wir werden ja auch nicht immer für sie da sein. Ich habe ihr eine
Matratze geschenkt, die Lucy Coa benutzte, wenn sie hier schlief, denn
ihre hatte schon sehr gelitten, aufgrund des kleinen Details, dass sie
manchmal ins Bett macht, und es gibt wirklich keine Matratze, die das
aushält. Aber ich habe ihr schon angekündigt, dass sie sich
selber eine neue kaufen muss, wenn sie diese auch ruiniert. Die
Sicherheit, die wir jetzt gemacht haben, um die Matratze zu
schützen, ist, dass sie sie selbst mit einem speziellen Material
umgeben hat, damit die Matratze nicht nass wird, hoffentlich wirkt
diese Vorsichtsmaßnahme.
Eine Neuigkeit ist, dass Luzmila, Luciana und Joysi an einem
Wohnprojekt für behinderte Personen teilnehmen, das von der Schule
organisiert wird, auf die Juan Pablo ging, und mit Hilfe des Stadtrats
von Cayma (wenn ich mich nicht irre), es gibt in diesem Projekt
Wohnzuschüsse und man muss an Versammlungen teilnehmen, die dort
organisiert werden. Aber zu allen diesen Dingen gehen die drei
Mädchen alleine und es ist sehr lustig, wenn Luzmila davon
erzählt. Gesundheitlich geht es ihr wie immer, sie ist dick und
rund, ihre Verhütungsmethode ist jetzt eine andere. Vorher hatte
sie eine Spritze, aber die Spezialistin des Gesundheitszentrums hat ihr
gesagt, dass sie jetzt Tabletten benutzen soll. Ehrlicherweise
erscheint mir das eine dumme Idee für eine Person wie Luzmila,
aber ich kann nichts machen, sie hat das aufgrund des Ratschlags dieser
dummen Spezialistin so entschieden. Ich hoffe, dass alles gut geht.
− Juan Pablo: Seine Besuche hier sind rarer
geworden, aber von seiner Tante wissen wir, dass er im gleichen
Restaurant arbeitet und dass es ihm gut geht, denn wenn es anders
wäre, wäre er sofort hier erschienen, um mir sein Pech zu
erzählen. Es geht ihm gesundheitlich gut und leider habe ich euch
gar nicht mehr über ihn zu erzählen, aber ich hoffe, dass ich
beim nächsten Mal Neuigkeiten habe.
Nun gut, das ist erstmal alles, ich hoffe, dass euch diese
Informationen nützlich sind und euch helfen, euch eine klare
Vorstellung davon zu machen, wie es uns hier geht. Bis bald und
Grüße,
Maria Elena
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