Berichte aus Arequipa
 

Bericht vom 1. Oktober 2000

1. - SCHÜLER  I, II, III

Schüler I:
Die Fortschritte der Kinder dieser Gruppe sind wie immer sehr unterschiedlich, aber im ganzen gesehen trat eine kleine Besserung ein. Maribel Cornejo ist weiterhin sehr langsam, sie schafft es nicht, in der Schule mit ihren Aufgaben fertig zu werden und bringt deshalb immer welche mit nach Hause, dazu kommt, dass sie ganz wenig und langsam isst - es ist anstrengend, mit ihr zu arbeiten. Die Zwillinge Christian und Antony wurden in ihren schulischen Leistungen besser, allerdings sind ihre Hefte immer noch erschreckend und in ihrem Verhalten sind sie kaum zu bremsen. Zu spät kommen sie nicht mehr, doch fallen ihnen immer noch viele Streiche ein; kürzlich spielten sie auf den Feldern und einer von ihnen verlor einen Turnschuh im Wassergraben, er kam in Tränen aufgelöst ins Heim zurück, doch es war nichts mehr zu machen. Richard kommt nur langsam voran, er ist sehr träge und macht nicht gern Hausaufgaben, es ist immer ein Kampf mit ihm. Bei einem neuen Mädchen, Ana María Mamani, ist es am schlimmsten, ihre Hefte sehen schrecklich aus, die Schrift ist nicht zu entziffern und natürlich kann sie weder gut lesen noch schreiben, mit ihr wird ein bisschen mehr gearbeitet. Ein anderes Mädchen mit schlechten Leistungen ist Rebeca Yana, allerdings ist sie viel besser als Ana María.

Die Lehrerinnen sind wie wir der Meinung, dass die Unterstützung durch die Eltern unerlässlich ist, damit das Kind sich anstrengt und bessere Leistungen erbringt. Ein klares Beispiel dafür ist Janet Ito, die vor einem Jahr unordentlich, schmutzig und faul war und die sich nun, seit ihr Vater sich mehr um sie kümmert, unglaublich gebessert hat! Ihre Hefte sind untadelig und man kann dasselbe von ihr selbst sagen. Wir sprechen natürlich auch mit den anderen Eltern über diese Probleme, aber meistens schlagen sie unsere Ratschläge in den Wind und bleiben bei ihrer Ansicht, dass Essen und Kleidung für die Kinder am wichtigsten sind; ihnen auch Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, halten sie für schwierig und nicht erforderlich. Doch wie wir schon sagten, gibt es auch genug Eltern, die interessiert und besorgt um ihre Kinder sind und das ist für uns eine Ermutigung. Gegenwärtig haben wir 19 Kinder.

Schüler II:
Es sind weiterhin 22 Kinder, ihre Leistungen sind im allgemeinen gut. Jedes Mal, wenn sie Noten oder Zeugnisse bekommen, bringen sie sie in mein Büro, daher weiß ich Bescheid über ihre Fortschritte. Bei Patricia Colque ist die Situation weiterhin kritisch, in ihren Leistungen ist kein Vorwärtskommen festzustellen, obwohl wir es mit allen Methoden versucht haben. Nichts bewirkt etwas, jetzt warten wir auf ihr Zeugnis, damit wir wissen, woran wir sind. Die neuen Mädchen Carmen Rosa Chuctaya und Flor de María Condori haben noch Probleme beim Weiterkommen, sie bringen fast nie ihre Aufgaben mit und hassen das Lernen, man muss stets hinter ihnen her sein. Joseph wurde ein bisschen besser, wenn es auch noch nicht genügt, aber Carmen Mamani ist unglaublich zurückgefallen! Wann immer möglich sprechen wir mit den Eltern, damit sie ihre Kinder mehr unterstützen, aber es ist kein Ergebnis zu sehen! In ihrem Verhalten sind die Kinder viel besser geworden, sie sind nicht mehr so unartig, und César Huayllani, der ein krankhafter Lügner und überaus langsam war, als er ins Heim kam, hat sein Verhalten geändert und ist ein wenig ruhiger geworden.

Schüler III:
Zur Zeit haben wir 23 Kinder - es sind eigentlich fast keine Kinder mehr! Die Schulleistungen sind unterschiedlich, manche haben hervorragende Noten, andere können einem leid tun. Vor allem die Mädchen haben die besten Noten und sind fleißig und sorgfältig mit ihren Heften, im Gegensatz zu den Jungen, die mehr am Spielen als an anderem interessiert sind. Bei näherem Hinsehen ist dies jedoch die Klasse mit den gleichmäßigsten Leistungen, was sich in den zum größten Teil guten Noten zeigt. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber sie sind nicht sehr zahlreich. Zu ihnen zählt Harold Aguilar, der sich zwar Mühe gibt, aber eben nicht genug, mit ihm läuft es nicht sehr gut. In seinem Benehmen ist er jedoch ein bisschen besser geworden, er entwischt nicht mehr so oft aus der Klasse. Seine Aggressivität besteht weiter, täglich hat er ein Problem mit seinen Klassenkameraden und kommt in mein Büro, um sich zu beklagen; der Witz an der Sache ist, dass er mit dem Streit anfängt und wenn die anderen reagieren, ist er eingeschnappt. Die Kinder kennen ihn schon und wollen leider nicht mehr mit ihm spielen.

Ein anderer Junge mit Lernproblemen ist Erick Valverde, der fast nie seine Hausaufgaben mitbringt und nichts tun möchte, er stört ständig seine Klassenkameraden, indem er sie beleidigt oder ihnen Streiche spielt. Ich sprach sehr streng mit ihm und rief seinen Onkel an (er hat keine Eltern, die sich um ihn kümmern), ich erklärte ihm die Lage und er versprach, ein ernstes Gespräch mit dem Jungen zu führen. Ein anderer mit Verhaltensauffälligkeiten ist Marcelo Mamani, den ich streng ermahnte und der sehr ärgerlich wurde, das ist aber unwichtig, denn ich musste es tun. Später verstand er es und versprach, sich zu bessern, hoffen wir, dass es geschieht!

2. VORSCHULKINDER
Die Lernfortschritte sind normal und entsprechen dem vorher aufgestellten Zeitplan, die Kinder entwickeln sich sehr gut. Einige von ihnen sind langsamer, wie zum Beispiel Juan Evaristo Cajiavilca, Ruth Condori, Brian Ramos, Ana María Quispe, sie machen zwar ihre Hausaufgaben, brauchen aber normalerweise die doppelte Zeit dazu. Jacqueline Navinta ist ziemlich zurückgeblieben, erstens weil sie wenig Neigung hat, am Unterricht teilzunehmen, aber auch, weil ihr viel fehlt (sie war an Hepatitis erkrankt), wir sprachen mit ihrer Mutter, damit sie zuhause mehr unterstützt wird - wir werden sehen, ob es etwas nützt. Rodrigo, Xavier, Ricardo und Samuel sind viel aufgeweckter und haben Freude daran, etwas Neues zu lernen.  Ihr Verhalten ist normal, nur sind sie sehr keck und tun sich oft beim Spielen gegenseitig weh. Es gibt jedoch einige Mütter, die das nicht verstehen, wie im Fall von Rodrigo, dessen Mutter glaubt, sich täglich über die anderen Kinder beklagen zu müssen, weil sie ihn getreten, gekratzt haben oder ihm auf den Rücken geklettert sind - immer dasselbe Lied! Das Kind möchte jedoch mit seinen Gefährten spielen und dabei kommt es vor, wenn es raue Spiele sind (wie es bei ihnen oft vorkommt), dass sie sich an den Parkas ziehen, sich zu Boden reißen usw., und es gibt oft Abschürfungen, blaue Flecke, kleine Quetschungen - aber die Mutter sieht das nicht ein, deshalb sahen wir uns gezwungen, Rodrigo nicht mehr mit den Jungen spielen zu lassen, die seine Mutter als aggressiv bezeichnet, er tut einem aber leid, denn er möchte für sein Leben gern mitmachen. Die Mutter macht jedoch schrecklichen Druck! Wir ziehen es deshalb vor, es dabei zu belassen.

3. DIE JÜNGSTEN (Das "Nest")
Wir befolgen den aufgestellten pädagogischen Entwicklungsplan und erzielen gute Fortschritte, allerdings ist eines der größten Probleme dieser Kinder die Sprache, nur wenige sprechen so klar wie Raúl, Josué, Javier, Alfredo, Werner, dafür gibt es andere wie Nataly Navinta und María de los Angeles, die fast nichts sprechen, auch Martín gehört dazu, der allerdings ein bisschen herumstümpert. Wenn wir aber die Zeit vom Tag ihrer Ankunft bis heute vergleichen, ist ein kleiner Fortschritt festzustellen, sie reagieren auf verschiedene Anregungen und machen bei Spielen ihrer Gefährten mit. In ihrem Verhalten haben sie sich gebessert, Javier ist nicht mehr so aggressiv, jetzt ist Nicolás der lebhafteste.

Eines der großen Probleme, besonders bei neu angekommenen Kindern, ist ihr niedriges Gewicht, nach einem Monat bei uns ist dann eine Besserung festzustellen. Dazu muss man ihnen alles in den Mund stecken, besonders den Trägen unter ihnen, die zufällig auch die dünnsten sind. Unfälle kann man schlecht vermeiden, kürzlich zog eines der kleinen Mädchen, Juanita, ein anderes Kind mit Schwung von der Schaukel, es wurde von der Schaukel getroffen und hatte eine Verletzung am Wangenknochen. Gott sei Dank wurde es in das Gesundheitszentrum gebracht, wo es mit zwei Stichen genäht und mit Medikamenten versorgt wurde, jetzt geht es ihm wieder gut.

4. GESUNDHEIT
4.1. Die Kontrolle des gesunden Kindes (Gewicht, Größe) wird fortgeführt.
4.2. Psychologische Bewertung der Schüler I, II und III mit Unterstützung des  Gesundheitszentrums Francisco Bolognesi.
4.3. Kontrolle der Motorik und der Sprache bei den Kindern im Nest und in der  Eingangsstufe (Gesundheitszentrum Francisco Bolognesi).
4.4. Medizinische Kontrolle aller Kinder des Hilfswerks (körperliche und  Augenuntersuchung) mit Unterstützung durch das Gesundheitszentrum  Francisco Bolognesi.

5. SOZIALES
Die Hausbesuche wurden festgesetzt, sowohl bei neuen Bewerbungen wie bei den Sozialfällen, ebenso die Kontrolle der Arbeit der Familienväter und der Eier und des Toilettenpapiers. Die entsprechenden Berichte für die Paten wurden ausgefertigt.

6. PRAKTIKANTEN
Weiterhin sind Herr Jan Erbsmehl und Frl. Claudia Salomo bei uns, die jeweils bei den Vorschulkindern und im Nest tätig sind. Sie machen ihre Arbeit effizient und gewissenhaft.

7. WERKSTATT
Wir nahmen vom 7.August bis zum 9.September an einem Handwerkermarkt anlässlich des Fests von Arequipa teil, wir mussten einen Stand mieten, den wir uns mit einem anderen Teilnehmer teilten, der Mietpreis war S/.160,00 (einhundertsechzig Neue Sol). Am Ende der Messe hatten wir Verkäufe im Wert von S/. 1.209,50 (eintausendzweihundertneun Neue Sol) getätigt. Später wird Rocío einen genaueren Bericht über den tatsächlichen Gewinn an Doris schicken.

Wir schickten schon den Auftrag über Waren nach Deutschland ab, das Nettogewicht betrug 34 Kilo, die Kosten der Sendung beliefen sich auf $ 362,00 (dreihundertzweiundsechzig US-Dollar). Zur Zeit denken wir über eine Ausweitung unserer Produktpalette nach, damit unser Markt größer wird. Es ist keine leichte Aufgabe, denn die Konkurrenz ist groß, aber wir werden versuchen, eine Lösung für die kritische Phase zu finden, die die Werkstatt im Moment durchmacht.

8. PRONAA (Staatliche Organisation, die uns mit Lebensmittelgaben unterstützt)
Die letzte Lieferung setzte sich wie folgt zusammen:
25.09.2000:
 - 244,5 kg Reis
 - 72,5   kg ganze Platterbsen (arvejas)
 - 101    Dosen Fischkonserven

9. SICHERHEIT
Die Zusammenarbeit mit der Polizeidienststelle wird fortgesetzt, wir sind mit dem Service zufrieden.

10. REPARATUREN
Es wurden Reparaturen an den sanitären Installationen durchgeführt, denn einige funktionierten schlecht. Nach Meinung des Klempnermeisters müssen sie mindestens alle 3 Monate gewartet werden, andernfalls können infolge der pausenlosen Beanspruchung undichte Stellen auftreten, die sich dann in enormen Wasserrechnungen niederschlagen. Wir werden über die Vorschläge des kompetentesten Fachmanns weiter informieren.

11. HEIMKINDER
Juan Pablo:
Er macht gute Fortschritte in der Schule und  arbeitet immer gern bei den Verkäufen mit, die organisiert werden, er wirkt ebenso in der Tanzgruppe mit und bei jedem Sportereignis seiner Schule, das begeistert ihn. Sein Verhalten ist weiterhin gut und es kommt keinerlei Prahlerei mehr bei ihm vor. Seine Familienangehörigen holen ihn sporadisch ab und nehmen ihn mit, damit ist er zufrieden. Beim Fest von Arequipa war er zum Beispiel ganz verzweifelt, weil er glaubte, dass ihn niemand holen würde, daraufhin mussten wir die Tante ausfindig machen und ihr sagen, dass Juan Pablo gern mit ihnen hingehen würde. Gott sei Dank kam die Tante und nahm ihn mit, das beruhigte ihn. Fast jeden Sonntag macht er einen Ausflug in die Umgebung, ohne einen vorherigen Plan, doch das gefällt ihm, ganz im Gegensatz zu Felix und Rosel. Er hat eine ruhige Art und macht seine Arbeiten, aber natürlich muss man hinter ihm her sein. Gesundheitlich geht es ihm gut.

Felix:
Das Versprechen, das er mir wegen seiner Noten gab, nämlich sie zu verbessern, hat er nicht gehalten, denn als das Zeugnis ausgegeben wurde, kam er nicht nur mit einer, sondern mit zwei schlechten Noten an. Er versuchte, sich zu entschuldigen, es gab aber keinen stichhaltigen Grund, deshalb bestrafte ich ihn mit einer Ausgangssperre am Wochenende, nur für einige Tage. Er nahm die Strafe sehr ruhig auf, denn er hat ein schlechtes Gewissen. Ich warnte ihn, dass er, wenn er sich in diesem letzten Trimester nicht anstrengt, sehr große Probleme bekommen könnte, denn seine Versetzung wäre gefährdet; er machte den Eindruck, dass er es verstand und ich hoffe zu seinem eigenen Besten, dass er Erfolg hat. Er spielt weiter Fußball, wenn auch nicht mehr so intensiv. Sein Verhalten ist gut, er gehorcht und macht seine Arbeiten ohne Probleme. Gesundheitlich geht es ihm gut.

Rosel:
Seine Noten waren keineswegs gut und ich sprach mit ihm darüber, er verstand mich genau. Wie er auf meine Fragen sagt, macht er immer seine Aufgaben und lernt, doch von dieser Beteuerung bis zur Wahrheit ist es ein weiter Schritt. Da er in der Sekundarstufe ist, ist es etwas schwierig, seine Aufgaben zu kontrollieren, denn sie haben kein Aufgabenheft und ich kann die Hefte und das übrige mit nichts und niemand vergleichen. Ich muss darauf vertrauen, dass seine Behauptungen stimmen und hoffe, dass er mich nicht anlügt, denn damit würde er sich schließlich selbst am meisten schaden. An den Wochenenden geht er wenig weg und mehr Sport treibt er immer noch nicht. Sein Verhalten ist gut, nur dass man ihn stets an seine Arbeiten und Verpflichtungen erinnern muss. Daraufhin gehorcht er jedoch und man braucht es ihm nicht zweimal zu sagen; wenn man ihn ermahnt hat, führt er es sofort aus. Im allgemeinen ist er ein ruhiger und guter Junge. Seine Gesundheit ist vollkommen in Ordnung.

Luzmila:
In der Schule geht es weiter wie in den ersten Monaten, sie ist nicht schlecht, es bräuchte jedoch ein bisschen mehr, ihre Noten sind nur so einigermaßen. Ich sprach mit ihrer Lehrerin, die mir sagte, dass das Mädchen sehr unaufmerksam ist und im Unterricht manchmal abwesend scheint. Luzmila und ich vereinbarten, weiterzukämpfen, denn sich beim Lernen mehr anzustrengen ist die einzige Lösung, damit sie ohne Unannehmlichkeit durch das Schuljahr kommt. Deshalb bin ich beim Lernen und Aufgabenmachen dabei, denn andernfalls tut das Fräulein nichts und bewahrt ihre Seelenruhe, als ob es sie nichts anginge. Doch wenn ich ehrlich bin, muss ich sagen, dass sie in den letzten Tagen ein wenig mehr Verantwortung und Eifer für ihre Aufgaben gezeigt hat (und sei es auch nur wegen der Belohnung, das ist nicht so wichtig), ich hoffe jedenfalls und glaube daran, dass sie sich nach und nach gewöhnt und dass soviel Anreiz nicht mehr nötig sein wird. Vor kurzem war sie mit ihren Schulkameraden auf einem Ausflug zu einem großen Landgut außerhalb von Arequipa, wo es Pferde, Schwimmbad usw. gab, es gefiel ihr gut und sie kam sehr zufrieden zurück.

Was ihr Verhalten betrifft, ist es manchmal gut und manchmal leider einfach miserabel. Das passiert vor allem mit anderen Personen, die ihr nach ihrer Ansicht nichts zu sagen haben. Sie weigert sich, ihnen zu gehorchen, man sagte mir sogar, dass sie dann wie eine Verrückte zu schreien anfängt, es ist unglaublich. Ich selbst habe diese Wutanfälle noch nicht bei ihr gesehen. Ich unterhielt mich mit ihr über diese Art von Verhalten und sagte ihr, dass das keineswegs gut sei; wenn sie von jemandem ermahnt wird, weil sie etwas nicht gut gemacht hat, sei das nur zu ihrem Besten und um ihr zu helfen. Sie hörte mir sehr aufmerksam zu und versprach mir, ihr Benehmen zu bessern und Erwachsenen gegenüber nicht mehr so respektlos zu sein. Bis heute hat sie ihr Versprechen gehalten.

Am 18.September hatte sie Geburtstag und wir organisierten, wie sie es wünschte, ein Essen im Heim und verbrachten einen sehr netten Abend miteinander. Sie war ganz bewegt über ihre Geschenke, denn auch aus der Schule hatten ihr viele etwas geschenkt und das gefiel ihr sehr. Es war wohl ein unvergesslicher Tag für sie.

Hinsichtlich des Bettnässens ist zu sagen, dass es nur noch selten vorkommt, das ist ein großer Erfolg! Für ihr Ohr gibt es eine Lösung, das ist nach Meinung der Ärzte, die sie untersucht haben, eine Operation; ich persönlich ziehe es jedoch vor, noch ein bisschen zu warten und lieber gut auf ihr Ohr aufzupassen, damit keine Infektionen auftreten (sie darf weder in Schwimmbädern noch im Meer baden). Wenn sie im Heim badet, werden Ohrstöpsel benutzt. Ihre Bronchitis ist ein bisschen besser geworden, ich gebe ihr Sedumpastillen, eine ganz natürliche Behandlung, und glaube, dass ihr das gut bekommt. Was den Rücken betrifft, machten wir täglich die Therapie mit ihr, bis sie Routine hatte und sie auswendig konnte.

Dies sind nun also die letzten Neuigkeiten aus Arequipa, ich hoffe, dass es Ihnen allen gut geht und verabschiede mich bis zum nächsten Mal.

gez. MARIA ELENA ABELLA
 
 
 
 
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